Was kann denn schon hier vorkommen?

Hier, in diesem bescheidenen Blog, findet man jedoch nur arme Speise, nämlich jene, die für den Geist bestimmt, und davon glaubt doch jeder viel zu haben und am meisten die, denen er gänzlich mangelt! Wer will daher einem derartigen Blog eine glorreiche Zukunft voraussagen und wozu auch?

Irgendwo muss doch der Anfang sein?

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Montag, 28. März 2011

Wenn ein schöner Tag

Wenn ein schöner Tag sich hin zum Ende neigt,
wenn auch die Frage, ob er schön gewesen,
sich mancher stellt, der eher ist geneigt,
vom kargen Lohn zu reden, Krankheit, Schulden und den Spesen,
wenn also langsam gegen Abend sich das Licht verliert,
süß faulige Gerüche steigen aus den Lüftungsschächten,
der eben noch Verliebte sich in den Gefühlen irrt,
erwacht die Nacht zu ihren dunklen Rechten.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Unruhige Nachtgedanken

Nun schläft sie endlich, diese große Stadt,
in der ein träger Wind sich manchmal durch die Straßen plagt.
Mit Staub beladen schleppt er, fast erstickt,
die Wolken einer giftverdickten Stinkroulade,
die wie Diarrhöe aus Auspufftöpfen quillt
und gierig Hals und Lunge der Passanten beizt.

So ist der Tagesablauf, aber jetzt, nach Mitternacht,
der kalte Nieselregen, der vielleicht als Glatteis
morgen die sich müde aus den Häusern schälenden Verdammten
auf ihre Hinterbacken wirft, wenn sie nicht ihre Schritte
mit Bedacht gesetzt oder sogar, obwohl sie's taten!
Denn keine Günstlinge erkennt der schlechtgelaunte Herbst.

Den dünnen Lichtstrahl der Laterne lässt der zugezogene Vorhang
auf die Kastentüre fallen, wo der Schlüssel stolz,
als hätte die Beleuchtung seinem Wert gegolten,
den matten Abglanz mit der Quaste schmückt.
Ich zähle deine ruhigen Atemzüge und erschrecke,
wenn stolpernd sich mein Herzschlag überschlägt.

Donnerstag, 2. August 2007

Vergänglichkeit


Abdruck meiner Füße im Sand,

Sandstrand unendlicher Meere.

Leichte Linien zeichnet das Wellenspiel

und der elastische Grund,

vollgesaugt mit Wasser von älteren Wellen, sprudelt und füllt,

was für die Zeit zwischen zwei Wellen

mein Abdruck gewesen,

erinnerungsglos, ohne Schmerz des Vergessens.

Hochgefühl der Erfüllung

verebbt

und war niemals gewesen.


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